Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist die Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Essstörungen und Zwänge. Der Begriff Psychosomatik bringt zum Ausdruck, dass die Psyche (Seele) einen schädigenden Einfluss auf das Soma (Körper) ausübt.
Psychotherapeutische Maßnahmen werden zudem immer häufiger als Ergänzung oder in Kombination zu medizinischen Behandlungen eingesetzt, etwa bei Tumor- , Herz-Kreislauf- oder chronischen Schmerzerkrankungen.
Aktive Mitarbeit des Patienten!
Es kommt häufig vor, dass Patienten mit falschen Erwartungen in die Psychotherapie kommen. So erhoffen sich manche, dass der Therapeut wie ein Arzt ein "Rezept" für sie hätte und die Probleme einfach lösen könnte. Eine Änderung des Erlebens oder Verhaltens ist aber nur bei einer aktiven Mitarbeit sowie unter einer aktiven Auseinandersetzung mit ihren Gedanken und Gefühlen möglich.
Who is who?
Psychotherapeut - Psychiater - Nervenarzt
Psychotherapeut
Nach dem Psychotherapeutengesetz darf sich "Psychotherapeut" nur nennen, wer nach einem Universitätsstudium der Psychologie, Medizin oder bei Kinder- und Jugendpsychotherapeuten auch der Sozialpädagogik, Pädagogik eine fünfjährige Teilzeit oder dreijährige Vollzeitausbildung in Psychotherapie abgechlossen hat. Damit soll sichergestellt werden, dass Psychotherapie nicht von Personen durchgeführt wird, die nicht dafür ausgebildet sind.
Psychiater
Psychiater sind Ärzte mit einer Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie. Ihre Ausbildung und Arbeitsweise geht eher von einer körperlichen Sicht der seelischen Probleme aus. Die Behandlung mit Medikamenten steht im Vordergrund. Manche Psychiater haben jedoch zusätzlich eine Psychotherapieausbildung und bieten Psychotherapie an.
Nervenarzt
Nervenärzte sind Ärzte, die zuständig sind für die organische Behandlung des Nervensystems.